Genau daraus ist milele.mit.herz entstanden: aus dem Wunsch, einen ruhigen und geschützten Ort zu schaffen, an dem Beziehung, Natur, Tiere und persönliche Entwicklung miteinander verbunden werden.
Nicht immer geradlinig.
Mein eigener Lebensweg war nicht immer geradlinig. Gerade deshalb weiß ich, wie herausfordernd Lebensphasen sein können, in denen Orientierung, Vertrauen oder Stabilität verloren gehen.
Die Erfahrung, selbst schwierige Zeiten zu durchleben und sich immer wieder neu sortieren zu müssen, prägt heute meine Haltung in der Arbeit mit Menschen. Für mich bedeutet das vor allem: Menschen nicht vorschnell zu bewerten, sondern ihnen mit Offenheit, Geduld und echtem Interesse zu begegnen.
Aufgewachsen auf einem Bauernhof waren Tiere und Natur schon früh ein wichtiger Teil meines Lebens. Bereits damals wurde für mich spürbar, welche Ruhe, Ehrlichkeit und Verbindung in der Begegnung mit Tieren liegen kann.
Heute verbinde ich diese Erfahrungen mit meiner sozialpädagogischen Arbeit, meiner Tätigkeit als Schulsozialarbeiter sowie Weiterbildungen im Bereich Anti-Aggressivität, Deeskalation und tiergestützte Interventionen.
Was mir in der Arbeit wichtig ist.
Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen Beziehung, Vertrauen und ein wertfreier Umgang miteinander. Menschen dürfen hier mit dem ankommen, was sie gerade bewegt — unabhängig davon, welche Erfahrungen, Gefühle oder Herausforderungen sie mitbringen.
Besonders wichtig ist mir eine ressourcenorientierte Haltung. Nicht Defizite oder Probleme stehen im Vordergrund, sondern der Blick auf das, was bereits vorhanden ist: Fähigkeiten, Stärken, Möglichkeiten und persönliche Ressourcen.
Gleichzeitig braucht Entwicklung auch Klarheit, Struktur und verlässliche Grenzen. Gerade in der Anti-Aggressivitäts- und Deeskalationsarbeit spielen Haltung, Verantwortung und ein sicherer Rahmen eine wichtige Rolle.
Mir ist wichtig, Räume zu schaffen, in denen Menschen sich angenommen fühlen und ihren eigenen Weg in ihrem eigenen Tempo gehen dürfen — ruhig, ehrlich und auf Augenhöhe.
Die Verbindung zwischen Mensch, Tier und Natur.
Tiere begegnen Menschen oft auf eine unmittelbare und ehrliche Weise. Sie reagieren nicht auf gesellschaftliche Rollen oder Erwartungen, sondern auf das, was im Moment da ist. Genau darin liegt für mich eine besondere Stärke tiergestützter Interventionen.
Tiere können helfen, Vertrauen aufzubauen, Gefühle wahrzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und wieder mehr Verbindung zu sich selbst zu entwickeln.
Gleichzeitig sind die Tiere für mich keine „Werkzeuge", sondern fühlende Lebewesen mit eigener Persönlichkeit und eigener Geschichte. Ein achtsamer, respektvoller und verantwortungsvoller Umgang mit den Tieren ist deshalb ein zentraler Teil meiner Arbeit.
Viele der Tiere stammen aus dem Tierschutz oder bringen selbst Erfahrungen mit, die Zeit, Sicherheit und Vertrauen brauchen. Gerade daraus entstehen oft sehr besondere Begegnungen — geprägt von Geduld, Beziehung und gegenseitigem Respekt.
Ressourcen-, handlungs- und beziehungsorientiert.
Meine Arbeit verbindet tiergestützte Interventionen, Coaching sowie Anti-Aggressivitäts- und Deeskalationsarbeit mit praktischen Erfahrungen in der Natur. Nicht nur Gespräche stehen im Mittelpunkt, sondern gemeinsames Tun, Beziehungserfahrungen, Verantwortung und unmittelbare Erlebnisse.
Viele Menschen erleben den Alltag als laut, schnell und leistungsorientiert. Die Verbindung aus Natur, Tieren und klaren Strukturen kann dabei helfen, wieder mehr Ruhe, Orientierung und Zugang zu den eigenen Ressourcen zu finden.
Mir ist wichtig, dass Menschen ihren eigenen Weg und ihr eigenes Tempo gehen dürfen. Weder Menschen noch Tiere müssen hier etwas leisten oder funktionieren. Veränderung und Stabilisierung dürfen Schritt für Schritt entstehen.